Derzeit beschäftigen sich viele Firmen mit der digitalen Transformation. Ein Begriff, der dabei immer wieder auftaucht, ist IoT („Internet of Things“) bzw. das „Internet der Dinge“. Das Konzept von IoT, Sensoren in angeschlossene Maschinen einzubetten und ihnen die Übertragung von Daten zu ermöglichen, ist keineswegs eine neue Idee.

Was hat sich also in den letzten zehn Jahren verändert?

Zum einen sind wir mehr denn je mit der allgegenwärtigen Konnektivität und der zunehmenden Verbreitung von Internet-Protokollen verbunden. Sensoren sind billiger und der Stromverbrauch ist erschwinglicher geworden. Dadurch sind nun alle „Dinge“, von der Betriebsausstattung bis zur Glühbirne in Ihrem Haus, verbunden und tauschen Daten aus. Gleichzeitig erleben wir große Fortschritte in den Technologien Cloud und Big Data; diese haben die Effizienz bei Erfassung, Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen erheblich verbessert. Der am weitesten verbreitete Ansatz ist der Umgang mit IoT-Daten in der Cloud. Dort werden Analytic, Big Data und Machine Learning auf die Daten angewendet, um Anomalien frühzeitig zu erkennen bzw. wahrscheinliche Probleme vorherzusagen und den Betrieb zu optimieren.

Wie das IoT einen Mehrwert für Unternehmen schafft:

Um einen Mehrwert über die Konnektivität und die Erkenntnisse der IoT-Daten hinaus zu schaffen, muss IoT eng in die Geschäftsprozesse integriert werden. Die bereitgestellten Berechnungen können verwendet werden, um einen dynamischeren Planungsprozess der Instandhaltung zu schaffen, einschließlich Ankunftsprognosen zur Verbesserung des Logistikbetriebs, sowie zur frühzeitigen Erkennung von Produktproblemen. Dies kann die Effizienz der Leistungserbringung und die Kundenzufriedenheit verbessern.

In den meisten Fällen werden IoT-Daten verschiedenen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens zur Verfügung gestellt, um eine breite Palette von Entscheidungsanforderungen zu erfüllen. So können beispielsweise Informationen über Produktnutzung und -qualität von unterschiedlichen Teams wie Engineering, Fertigung, Außendienst, Wartung und Vertrieb genutzt werden. An dieser Stelle wird der Fokus weniger auf die verwendete Technologie als vielmehr auf das Erreichen der gewünschten Geschäftsergebnisse gelegt. Unternehmen beginnen nun, traditionelle Geschäftsmodelle zu überdenken – vom Verkauf von Produkten und After-Sales-Dienstleistungen bis hin zur Bereitstellung des Produkts selbst als Dienstleistung. Langfristig wird dies den Anlagenbetrieb und das Management Accounting grundlegend verändern.

Der Zugriff auf die Konnektivität und die Vernetzung der „Dinge“ sind für die Interessengruppen von IoT-Daten innerhalb der Unternehmens- und Branchengrenzen nicht eingeschränkt. Sie können sich auf externe Servicetechniker/Anlagenbetreiber, Versicherungs- und Finanzdienstleister, Regulierungsbehörden, Kunden und Lieferanten erstrecken. Diese Stakeholder liefern einen gemeinsamen Wert innerhalb des Geschäftsnetzwerks.

Der digitale Zwilling – Digital Twin Concept

Das Digital Twin Concept ist, einfach ausgedrückt, ein digitaler Zwilling, eine digitale Live-Darstellung eines realen physischen Objekts. Ein digitaler Zwilling liefert wertvolle Echtzeitinformationen über Konfiguration und Zustand des Assets sowie historische Daten, die über APIs abgefragt werden können. Er handelt im Namen des Objekts, indem er Benachrichtigungen sendet, und gleichzeitig hat man die Möglichkeit, ihn in der physischen Welt zu kontrollieren.

SAP Leonardo IoT verbindet die „Dinge“ intelligent mit Menschen und Prozessen über Unternehmensgrenzen hinweg.

Diese Business-Network-Lösungen ermöglichen eine beispiellose Zusammenarbeit und Produktivität. Unternehmen können sich mit ihren Ökosystemen verbinden, um das Engagement und die Zusammenarbeit zu erhöhen, die Transparenz zu verbessern und einen Mehrwert für ihre Kunden zu schaffen.

Welche konkreten Einsatzszenarien sich vernetzen lassen, finden Sie im Whitepaper von SAP Leonardo Internet of Things:
https://www.sap.com/germany/documents/2018/05/ee13c92e-067d-0010-87a3-c30de2ffd8ff.html