Agile Arbeitsweisen setzen sich immer stärker durch. Die meisten Unternehmen haben verstanden, dass sich das Aufweichen fester Strukturen und Abläufe lohnt, um Projekte schneller umzusetzen oder gar Innovationen zu schaffen. Gerade bei IT-Projekten müssen die Bedürfnisse und praktischen Erfahrungen meist mehrerer Abteilungen einbezogen werden. Agile Vorgehensweisen reduzieren die Gesamtkomplexität und vereinfachen die Umsetzung enorm. Durch das Einteilen des Projekts in einzelne Phasen, auch Sprints genannt, werden kurze Etappenziele festgelegt und mit den betroffenen Abteilungen umgesetzt. Die Umsetzung, Überprüfung und ggf. Anpassungen finden in einem kurzen definierten Zeitraum statt. Am Ende des Sprints gibt es eine funktionierende Lösung, auf der weitere Prozesse aufgebaut werden können. Kurze Sprints und viele Iterationen bringen Flexibilität und lauffähige Lösungen zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Der Fachbereich sieht früh, was er bekommen wird. Er hat über den gesamten Entstehungsprozess ein konkretes Bild der künftigen Lösung vor Augen.

Die toom Baumarkt GmbH hat ihre gesamte IT (130 Mitarbeiter) in 16 agile Teams aufgeteilt. Es gibt DevOps- und Service-Teams. Die Sprints sind auf vier Wochen angelegt. Dies ist im Vergleich zu anderen Unternehmen eher lang. Für toom, so Lukas Landwehr, ist es aufgrund der aktuell vorhandenen Architektur die richtige Zeitschiene. Um sowohl Abhängigkeiten und fehlende Informationen zu identifizieren als auch die IT-Planung über einen längeren Horizont aufzustellen, kommen nach einem Zeitraum von drei Sprints (alle zwölf Wochen) alle Teammitglieder zum PI-Planning (an SAFe orientiert) zusammen.

Lukas Landwehr geht in seinem Vortrag von den DSAG-Technologietagen 2021 auf Produktorganisationen, Teamstrukturen, DevOps und Abhängigkeiten ein. Am Beispiel von SAP CAR stellt er konkrete Fragestellungen vor, die für den Teamschnitt und die Produktorganisation relevant und damit für das Vorankommen im Gesamtprojekt zielführend sind.

Denn: Alle Teams arbeiten autark und doch zusammen, weil letzten Endes alles in wenigen Systemen abgebildet werden muss.

Die toom Baumarkt GmbH hat diese spannende Herausforderung angenommen und erfährt schon jetzt einiges an Erleichterung und Verbesserung in ihren Prozessen. Wir freuen uns, dass wir toom bei der Initiierung des Vorhabens begleiten durften, und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Den Gesamtvortrag von Lukas Landwehr von den DSAG-Technologietagen 2021 gibt es auch auf YouTube oder die Präsenation zum Download.